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News Gesundheit


Bei Heiserkeit die Stimme schonen, aber nicht flüstern

Halsschmerzen werden oft von Heiserkeit begleitet. Wer heiser ist, sollte seine Stimme schonen sowie wenig und leise sprechen. Aber besser nicht flüstern, denn das verstärkt die Beschwerden eher. Dauert die Heiserkeit länger als ein bis zwei Wochen an, ist ein Arztbesuch unumgänglich. Halsschmerzen lassen sich gut mit rezeptfreien Arzneimitteln behandeln. Je nach individuellen Beschwerden stehen örtlich betäubende, entzündungshemmende oder reizlindernde Medikamente zur Verfügung. Lutschtabletten gegen Halsschmerzen sollte man aber nicht wie ein Bonbon lutschen, sondern am besten unter der Zunge oder in der Wangentasche "parken" und dort langsam zergehen lassen. Das verlängert die Einwirkungszeit. Pflanzliche Zubereitungen, zum Beispiel aus Isländisch Moos oder Eibisch, bilden einen Film auf den Schleimhäuten und lindern so das Kratzen im Hals. Unterstützt wird die Wirkung der Medikamente durch Hausmittel, wie das Gurgeln mit lauwarmem Salzwasser oder einen warmen Halswickel. Der Arztbesuch ist unter anderem dann fällig, wenn die Halsschmerzen von Atem- oder Schluckbeschwerden oder anhaltendem Fieber begleitet werden. Zum Arzt gehen sollten Patienten auch, wenn gleichzeitig andere Symptome auftreten, etwa eine himbeerrote Zunge oder wenn Erwachsene häufiger als viermal im Jahr unter Halsschmerzen leiden.


Grundschulkinder trinken nur Hälfte vom Soll

Untersuchungen haben ergeben, dass Klein- und Grundschulkinder durchschnittlich nur halb so viel trinken wie empfohlen. Rund 600 ml sollten Schüler an normalen Tagen allein in der Schule zu sich nehmen. Vor allem in der kälteren Jahreszeit trockneten in beheizten Räumen die Schleimhäute aus, womit das Grippe- und Erkältungsrisiko steigt, teilte die Techniker Krankenkasse (TK) in Schwerin mit. Wenn Kinder zu wenig trinken, seien Flüssigkeitsmangel, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und mangelnde Konzentration die Folge. In den meisten Schulstunden ist es nicht erlaubt, während des Unterrichts zu trinken oder Getränke mit in die Klasse zu nehmen. Für eine gesunde Schule sollte allerdings gelten, dass das Grundnahrungsmittel Wasser jederzeit zur Verfügung steht und auch während des Unterrichts getrunken werden darf.


Gesundheitsmonitor: Fast jeder Zweite geht krank zur Arbeit

In Deutschland geht fast jeder zweite Arbeitnehmer und Selbstständige gelegentlich trotz Krankheit zur Arbeit. Zu dem Ergebnis kommt der Gesundheitsmonitor der Bertelsmann-Stiftung. So gaben 42 Prozent an, in den vergangenen zwölf Monaten zweimal oder öfter krank zur Arbeit gegangen zu sein. Zwei Drittel der Befragten tun dies vor allem aus Pflichtgefühl und weil sonst Arbeit liegen bleibt. Dabei gingen deutlich mehr Arbeitnehmer (74 Prozent) als Selbstständige (52 Prozent) krank zur Arbeit. Für die Studie wurden im Herbst 2008 rund 1.500 Menschen befragt.


Neue Studie zum Gesundheitszustand von EU-Bürgern

Trotz einer allgemein gestiegenen Lebenserwartung bestehen in der EU nach wie vor zum Teil große Unterschiede im Gesundheitszustand der Bevölkerung. Dies gilt sowohl zwischen den EU-Staaten als auch innerhalb einzelner Nationen. Die Gründe für die Ungleichheiten sind einer aktuellen Analyse der EU-Komission zufolge vielfältig. So haben das Herkunftsland, die soziale Schicht, die Einkommensverhältnisse sowie das persönliche und berufliche Umfeld erheblichen Einfluss darauf, wie viele gesunde Lebensjahre einen EU-Bürger erwarten. Wie aus der Analyse hervorgeht, könne die Differenz bis zu 20 Jahre betragen (Estland: 48 Jahre; Dänemark: 68,5 Jahre), wobei Bürger aus den neuen EU-Staaten schlechtere Aussichten auf ein langes, gesundes Leben hätten als West- und Südeuropäer. Frauen in Frankreich, Italien oder Spanien leben zudem im Schnitt acht Jahre länger als ihre Geschlechtsgenossinnen in Bulgarien, Lettland oder Litauen. Bei Männern könne der Unterschied bis zu vierzehn Jahre betragen. Ein weiteres Ergebnis des Berichts: Je ärmer und je geringer der Bildungsstand, desto höher das Krankheitsrisiko vor allem für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Dies wird insbesondere mit einer ungesünderen Lebensweise (erhöhter Alkohol- und Nikotinkonsum, unausgewogene Ernährung), einem schlechteren Zugang zu medizinischen Leistungen sowie Stress im Beruf oder mit Arbeitslosigkeit in Verbindung gebracht.


Jeder dritte Deutsche bekommt den "Winterblues"

Fast jeder dritte Deutsche bekommt im Winter den "Blues" und leidet nach einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse an Stimmungsschwankungen, Konzentrationsschwäche und Müdigkeit. Frauen sind von dieser saisonalen Depression stärker betroffen als Männer: 36 Prozent gaben an, in der dunklen Jahreszeit in ein Stimmungstief zu fallen, dagegen nur jeder vierte Mann. Echte "Wintertypen" gibt es hierzulande nur wenige: Kaum jeder Achte fühlt sich erst bei Minusgraden richtig wohl.


Rauchstopp kann Wirkung von Medikamenten verändern

Mit dem Rauchen aufzuhören, nutzt immer der Gesundheit. Wer längerfristig Medikamente einnimmt, muss durch die Raucherentwöhnung übergangsweise mit einer veränderten Medikamenten-Wirkung rechnen. Daher sollten Raucher, die Medikamente einnehmen, immer ihren Arzt oder Apotheker über einen Rauchstopp informieren. Das Wissenschaftliche Institut für Prävention im Gesundheitswesen (WIPIG) bietet aktuelles wissenschaftliches Material für die Informationen rund um die Raucherentwöhnung an. Medikamente wirken bei Rauchern unter anderem deshalb anders, weil sich der Abbau der Wirkstoffe in der Leber durch den Tabakrauch verändert. Die Leberfunktion normalisiert sich nach einem Rauchstopp innerhalb von Tagen bis Wochen. Zum Beispiel wirkt Insulin durch die Raucherentwöhnung stärker, deshalb kann es leichter zu Unterzuckerungen kommen. Häufigere Blutzuckermessungen sind deshalb empfehlenswert. Verschiedene Antidepressiva haben durch die Rauchentwöhnung stärker beruhigende Nebenwirkungen. Bei anderen Medikamenten, zum Beispiel einigen Asthmasprays, brauchen frischentwöhnte Nichtraucher teilweise höhere Dosierungen als zuvor. Die Auswirkungen des Rauchens bzw. des Rauchstopps auf die Wirkung von Medikamenten sind nicht immer vorhersehbar, da sie auch von genetischen Faktoren abhängen können.