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News Gesundheitspolitik


Auch für Privatversicherte ist die „Schweinegrippe-Impfung“ kostenfrei
    
       

Impfen?Zur Impfung gegen die "Neue Grippe" erklärt der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV), dass der Verband die Impfaktion gegen die sogenannte Schweinegrippe unterstützt. Die PKV beteiligt sich in allen Bundesländern an den Fonds zur Finanzierung der Impfung. Damit haben Privatversicherte den gleichen Anspruch auf kostenfreie Impfung gegen die neue Influenza wie gesetzlich Versicherte. Ärzte dürfen dafür also keine gesonderte Rechnung stellen, weil mit dem Beitrag der PKV zu den Impffonds sämtliche Leistungen bereits bezahlt seien.


Patienten vertrauen auch unabhängigen Experten

In Sachen Gesundheitsberatung gehen Patienten zu ihrem Arzt oder Apotheker, aber auch zu unabhängigen Beratungsstellen. Zu dem Ergebnis kommt der Gesundheitsmonitor der Bertelsmann-Stiftung. Laut Gesundheitsmonitor hält jeder dritte Befragte diese Stellen für besonders kompetent. Dazu zählen sich die Unabhängigen Patientenberatungsstellen Deutschlands (UPD), die Verbraucherzentralen, Wohlfahrtsverbände und auch Selbsthilfegruppen. Sie werden meist bei juristischen und finanziellen Fragen sowie zu Erkrankungen und Therapievorschlägen konsultiert.


Korruptionsstelle gegen Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen

Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft hat eine eigene Abteilung zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen eingerichtet. Aufgabe der Stelle ist es, Ermittlungsverfahren aus sämtlichen Bereichen der medizinischen Versorgung in Hessen zu bearbeiten, teilte die Behörde mit. Dazu zählten beispielsweise Verfahren gegen Ärzte, Apotheker, Physiotherapeuten, Hebammen oder Betreiber von Pflegediensten. Seit 2002 arbeitet die Generalstaatsanwaltschaft in diesem Bereich. Bislang konnten nach ihren Angaben mehr als 3.000 Verfahren in Hessen abgeschlossen und dabei unrechtmäßige Gewinne von mehr als 7,5 Millionen Euro ausgemacht werden. Zu den Aufgaben der Zentralstelle gehört darüber hinaus die Aus- und Fortbildung von Polizeibeamten und Mitarbeitern von Krankenkassen. In der neuen Zentralstelle werden drei Staatsanwälte tätig sein.


Umfrage: Patienten fühlen sich gut behandelt

Der Großteil der Patienten fühlt sich beim niedergelassenen Arzt gut aufgehoben. Das hat die Brendan-Schmittmann-Stiftung des NAV-Virchow-Bundes im Rahmen des Qualitätsprojektes "Praxisbewertung" in einer Studie ermittelt. Hierzu befragte die Stiftung mehr als 2.300 Patienten niedergelassener Haus-, Fach- und Zahnärzte. Im Ergebnis bescheinigten rund 90 Prozent der Patienten ihrem Arzt viel Einfühlungsvermögen und Verständnis, meldet das "Deutsche Ärzteblatt". Ebenso viele Patienten finden, dass ihr Arzt ihnen aufmerksam zuhört. Besonders gut schneiden dabei die Hausärzte ab: Hier stimmen mehr als 90 Prozent der Aussage "Mein Arzt hat viel Verständnis für mich" voll und ganz zu. Aber auch die Zahnärzte rangieren ganz oben (88,82 Prozent, Fachärzte: 82,51 Prozent). Dagegen gelingt es den Medizinern meist weniger gut, den Patienten als Person wahrzunehmen. Der Aussage "Mein Arzt hat kein Interesse an mir als Person, sondern nur an meiner Erkrankung" widersprechen lediglich rund 60 Prozent.


TK bildet Gesundheitscoachs aus

Die Techniker Krankenkasse (TK) hat 15 Krankenpflegekräfte zu Gesundheitscoachs ausgebildet, damit sie Risikopatienten gezielter über ihre Krankheit aufklären. Eine Konkurrenz zum Arzt sieht die TK nicht. Zielgruppe des neuen Angebots sind Patienten, die an Diabetes, Herzinsuffizienz oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. Die Kasse will dadurch Behandlungskosten senken. Die Beratung erfolgt telefonisch und wird vom Sachbearbeiter des Versicherten vermittelt. Der Patient geht eine Art Vertrag mit dem Gesundheitscoach ein und trifft mit ihm Zielvereinbarungen, wie etwa eine Gewichtsreduktion. Der Gesundheitscoach berät bei Fragen zur Erkrankung oder Arzneimitteln und motiviert den Versicherten zu einer gesunden Lebensführung. "Ärzte könnten nur teilweise Einfluss auf den Lebensstil nehmen und leiden in der Praxis oft unter Zeitdruck", sagt Karen Walkenhorst, TK-Bereichsleiterin Versorgung bei einer Tagung in Köln. Das könne zu einer häufigeren Einweisung ins Krankenhaus und zusätzlichen Behandlungen führen, die durch die Arbeit des Gesundheitscoachs eingespart werden könnten. Der Coach soll keine Konkurrenz zum Hausarzt sein. "Wir setzen bewusst keine Ärzte ein und trennen die Kompetenzen klar. Es handelt sich dabei um eine Zusatzberatung, die allgemein zu einem gesundheitsbewussteren Lebensstil motivieren soll", sagt Walkenhorst.